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taz.de: Die Macht des Lesens

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In einem Artikel vom 11.10.2012 setzt sich Michael Rutschky von der taz mit der Rolle der Konfessionen bei der Entwicklung der Literatur auseinander. In dem Artikel heiß es zu den Quäkern:

Das emanzipierte vom Klerus als der Körperschaft, die mit Autorität festlegt, was zu lesen sei, welcher Sinn als der einzig wahre zu gelten habe. Wie der Protestantismus zur Entwicklung der Demokratie beitrug, kann kaum überschätzt werden. Eine dieser Sekten, die Quäker, verzichtete überhaupt auf die Priesterfunktion, was, wie es heißt, Philadelphia, von den Quäkern gegründet, zur demokratischsten Stadt der Welt machte. Jeden kann die Wahrheit erfüllen; jedem muss man so zuhören, als ob er sie ausspräche.

Wieder mal als Sekte bezeichnet zu werden ist natürlich nicht so schmeichelhaft. Zudem wurden von Quäker nicht nur die Stadt Philadelphia gegründet, sondern es gab eine ganzen Staat, nämlich Pennsylvania der ca. 75 Jahre (1681-1756) unter der liberalen Führung der Quäker stand. Es war wahrscheinlich auch kein Zufall, das 1774 und 1775 der Kontinentalkongress in Philadelphia tagte, wo auch am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. 1787 wurde in Philadelphia auch die heute noch gültige Verfassung der Vereinigten Staaten ratifiziert. Höchstwahrscheinlich währen die USA und die Welt heute eine andere, ohne die Quäker.