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Was für ein beachtlichen Schwachsinn man gelegentlich in der "Welt" lesen kann.

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Ich oute mich jetzt mal als regelmäßiger “Welt-Leser”. "Die Welt". Nicht das ich deren Weltbild teile, aber ich schätze an der Zeitung, das sie sich mühe gibt, ihrer Positionen fundiert zu begründen. Die Frankfurter Rundschau entspricht da mehr meinen Positionen, aber ich interessiere mich auch dafür, warum Andere andere Meinungen haben. Und um das zu erfahren, muss ich mich mit deren Gedanken beschäftigen. Sich in seiner Meinung von seiner Lieblingszeitung immer wieder bestätigen zu lassen ist ist zwar sehr schön, aber auf Dauer auch nicht wirklich spannend.

So und jetzt, warum ich mich hier echauffiere, ist ein Beitrag in der “Welt” von Alan Posener, mit dem Titel "O Gott! Die Religion kehrt zurück", vom 27. Dezember 2009. Da schreibt er den Satz:


Das Phänomen einer Rückkehr der Religion ist in der Geschichte nichts Neues. In die Welt der Römer und Griechen, deren Oberschicht einen stoischen Agnostizismus pflegte, brach das Christentum ein. Gegen die weltzugewandte, humanistische katholische Kirche des 16. Jahrhunderts richtete sich der fundamentalistische Furor des Protestantismus.


Junge! Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein! "humanistische katholische Kirche des 16. Jahrhunderts". …Ich lach mich schlapp! Die "humanistische katholische Kirche des 16. Jahrhunderts" hat hunderte friedliche Mennoiten verfolgt, gefoltert und umgebracht. Mit den Quaker waren sie auch nicht “zimperlich” (nur das die schlau genug waren, um die Römisch-Katholische Kirche (RKK) einen Bogen zu machen). 1494 wurde Südamerika im Vertrag von Tordesillas von Papst Alexander VI. zwischen Spanien und Portugal aufgeteilt (Quelle). Im Zuge dessen wurde dann mit Wissen und z.T. Unterstützung der RKK ein geschichtlich unbestrittener Genozid begannen, bei dem die Bevölkerung ganze Landstriche fast komplett ausgelöst wurde.

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