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SEIN: "Soziokratie - Die Magie des Kreises"

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In dem kostenlosen Magazin SEIN, das in Berlin in der Esoterik-Szene vertrieben wird, findet sich in der Ausgabe Mai 2008 ein Artikel mit den Titel "Soziokratie - Die Magie des Kreises"[1]. Der Autor Thomas Waldhubel (Supervisor DGSv und Dipl.-Psychologe) beschriebt darin ein Verfahren das er Soziokratie nennt. In der Entstehungsgeschichte schildert er das die Wurzeln in dem Verfahren liegen würde, was die Quäker in den Geschäftsversammlung verwenden.

Er nennt aber auch die Unterschiede zu den Geschäftsversammlung der Quäker. Das verfahren wurde modifiziert und weiterentwickelt. Besonderen Wert legt der Autor darauf, das Mechanismen ergänzt wurden, die verhindern sollen, das der Entscheidungsfindungsprozess zu einer Einbahnstraße wird. Das soll dadurch verhindert werden, das die Monatsversammlung (die kleinste organisatorische Einheit der Quäker) z.B. nicht nur Delegierte wählen und zu den Vierteljahresversammlungen (das nächst höhere Gremium) schicken, sondern umgekehrt die Vierteljahresversammlungen ihrerseits Delegierte wählen, die sie in die Monatsversammlungen (zurück) schicken. Wenn ich das richtig verstanden habe.

Interessanter Ansatz. Nur da wir in Deutschland jetzt schon mehr Ämter als Quäker haben, scheint mir das undurchführbar. Interessant war auch das geschilderte verfahren bei der Berufung der Ämter. Aber ganz verstanden habe ich es glaube ich noch nicht.

Wer Im Internet nach "Soziokratie" sucht wird nicht sehr viel finden. Das macht auf mich den Eindruck, das da was “erfunden” wurde, um dazu dann Workshops[2] an zu bieten mit denen man dann Geld verdient. Billiger, und vielleicht auch unterhaltsamer ist es, sich eine Geschäftsversammlung von Quäkern an zu sehen. Eintritt frei! (wenn man nicht davon ausgeschlossen wurde).

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Fußnoten