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Zu dem Artikel "Die Ohnmacht des 'Allmächtigen' " [update 8.9.2008]

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Erstveröffentlichung: Mi, 16/04/2008 - 10:13

Im “Quäker”[1] 2/2008 Seite 69 unter dem Titel “Die Ohnmacht des ‘Allmächtigen’ - Vom geglaubten Gottesbild zum erfahrbaren Gott”[2] beschäftigt sich Wilhelm Prasse [3] mit dem Bild des “Allmächtigen Gott”. Ein sehr fundierter Text, wie mir scheint, und logisch schlüssig. Die Krise der Menschen mit Gott oder besser mit ihrem Bild von Gott, sind sehr gut aufgerissen.

Der Schlussfolgerung konnte ich auch folgen. Allein, ich hielt die Fragestellung schon im Vorhinein für verfehlt, die zu dieser “Beziehungs-Krise” führte. Trotzdem war der Text eine Bereicherung für mich. Ich hätte (wie fast immer) die Argumentationskette etwas salopper aufgebaut. Für die der Text von Wilhelm Prasse etwas zu trocken war, hier meine knappe und etwas schnoddrige Version der Problematik….

Im Buddhismus wird Buddha auch gerne als der “Allwissender” dargestellt. Dem wiedersprach er schon zu Lebzeiten und mehrmals. Nicht aus falscher Bescheidenheit, sondern weil es ihr nicht bedurfte. Buddha nahm für sich in Anspruch Gesehen/Erkannt zu haben, das das Leben leiden ist, erkannt zu haben was zum Leid(en) führt, das das Leiden zu beseitigen ist und wie das geschähe. Buddha hat nie behauptet, voraussehen zu können, wer die nächste Weltmeisterschaft gewinnt oder zu wissen, wer den Kaugummi unter die Tischplatte geklebt hat.

Das selbe mit “unserm abendländischen Erlöser”! Er hat uns versprochen das es Erlösung vom Leiden der Welt gibt und er uns hilfreich zur Seite steht. Er hat aber nie behauptet uns den Arsch ab zu wischen und uns pausenlos im Lotto gewinnen zu lassen. Beides hat nichts mit Erlösung zu tun. Buddha hätte wahrscheinlich gesagt: …das ist an der Welt anhaften und führt zu noch mehr Leiden - lass los. Und Jesus vielleicht: …lasse alles hinter dir und nimm dein Kreuz auf dich und folge mir.

[update 8.9.2008]

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