POSTS

Bundeswehr-Gelöbnis-Scheiße

Der Artikel stammt aus dem Archiv! Die Formatierung kann beschädigt sein.

Oh, diese unsägliche Bundeswehr-Gelöbnis-Scheiße! Heute will die Bundeswehr unter massiven Schutz von Polizei (500 Rekruten werden von 1800 Polizisten geschützt [5]) ihrer Rekruten vor dem Reichstag vereidigen. Genau an dem Tag des Attentats auf Adolf Hitler am 20.7.1944[1]. Mit dem Brand des Reichstags (28.2.1933) hatten die Nazis den Vorwand “die Grundrechte der Weimarer Verfassung praktisch außer Kraft gesetzt und der Weg freigeräumt für die legalisierte Verfolgung der politischen Gegner der NSDAP durch Polizei und SA."(Wikipedia[2]) - Also, Toller Ort für eine Vereidigung!

Warum wird eigentlich immer dem Militaristen vom 20. Juli 1944 gedacht? Warum nicht Georg Elser? Weil die Attentäter im Berliner Bendlerblock umgebracht wurden und es was mit Berlin zu tun haben soll? Georg Elser wurde nahe meiner neuen Heimat(München) in KZ Dachau, noch am 9. April 1945 - auf Persönlichem Befehl von Adolf Hitler - umgebracht. Ein Bundeswehrgelöbnis in einem Konzentrationslager würde die ganze Absurdität der Veranstaltung sehr schön deutlich machen.

Da passt es auch in das Bild, das erst im Mai 1999 ein Gesetz zur Rehabilitierung der Deserteure geschaffen wurde[3]. Aber nur nach Einzelprüfung um das Ansehen der Bundeswehr nicht zu schaden! Erst ab Am 17.Mai 2002 fiel die Einzelprüfung für Deserteure weg[4]. 57 Jahre nach Kriegsende. Wahrscheinlich musst erst der letzte NS-Kriegsverbrecher gestorben sein, mit das möglich wurde. Man, man, man… da fässt man sich an den Kopf!

Und auch heute noch werden Kriegsdienstverweigerer kriminalisiert. Siehe http://www.the-independent-friend.de/?q=node/228

Dieser Text ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. Und unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation in der Version 1.2 vom November 2002 (abgekürzt GNU-FDL oder GFDL). Zitate und verlinkte Texte unterliegen den Urheberrecht der jeweiligen Autoren.