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Theologische Aufrüstung der Bundeswehr

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Es ist unleugbare bar das die Bundeswehreinsätze immer blutiger und verlustreicher werden. Mal werden Bundeswehrsoldaten von “Aufständischen” getötet. Oder sie töten sich gegenseitig (So geschehen am 23. Mai 1997 beim SFOR-Einsatz in Feldlager Rajlovac bei Sarajevo). Dann werden auch mal “Verbündete” nieder gemäht (So wie die sechs afghanische Soldaten.

Als Reaktion auf die veränderte Einsatzlage wird eine Nachrüstung des Materials gefordert. Auch die Kanzlerin erklärt jetzt die Prüfung der Bundeswehrausrüstung zu “Chefsache”. Da können die beiden großen Staatskirchen (denn nichts anderes sind sie, wenn sie ihren Zehnten vom Staat eintreiben lassen und sich ihrer Religoinslehrer von Steuergeldern bezahlen lassen), natürlich nicht nachstehen. In der engen Verwobenheit mit Staat und Macht muss man natürlich auch Gegenleistung bringen. Den ersten Schritt zur theologische Aufrüstung der Bundeswehr macht die Römisch-Katholische Kirche mit der Gründung des "Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften" (zebis). Entstanden sei die Idee wohl bei einer Ökumenischen Veranstaltung und die Evangelische Landeskirche sei ausdrücklich eingeladen sich an dem Projekt zu beteiligen.

Eine gewissen Ironie kann man kaum übersehen, bei der Wahl der prominenten Persönlichkeit, die für die Eröffnung ausgewählt wurde. Es ist der Bischof Walter Mixa. Selbiger der in diesen Tagen beschuldigt wird, in der Vergangenheit Kinder misshandelt zu haben. Ob dieser Vorwürfe hatte er sogar einen geplanten Truppenbesuch in Afghanistan verschoben. Auch sonst glänzte er in der Vergangenheit nicht gerade mit seinen Aussagen. Mal rechnet er die Toten der NS-Vernichtungslager mit Abtreibungen gegeneinander auf; Mal sind die 68er an den sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche schuld (Siehe Wikipedia-Artikel).

Ein bissiger Artikel darüber ist auch bei den Humanisten zu lesen: wissenrockt.de

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