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Literaturempfehlung zum Thema Nahostkonflikt

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Da die Deutsche Jahresversammlung (GYM) zur Friends World Committee for Consultation - Europe & Middle East Section gehört, ist es nur natürlich, das sich auch deutsche Quäker seid vielen Jahren mit dem Nahostkonflikt beschäftigen. Ich selbst habe um das schwierige Thema bisher immer einen Bogen gemacht.

Beim durchstöbern von kostenlosten Büchern bei Amazon (kindle) bin ich auf das Buch “Der Judenstaat” von Theodor Herzl gestoßen. Das Buch ist auch frei auf der Wikisource-Projektseite zu finden. Es ist 1896 veröffentlicht worden. Also fast 20 Jahre vor dem ersten Weltkrieg und 40 Jahre vor dem Holokaust. Das Buch ist trotz seines Alters, gut zu lesen und leicht verständlich. In dem Buch zeigt Herzl lauf das die Juden seid Jahrhunderten verfolgt werden, und das seiner Ansicht nach, das jüdische Volk einen eigenen Staat und Territorium braucht, weil kein Staat der Welt den Juden eine dauerhafte und sichere Heimstätte bieten kann.

Ihm schwebte als Option Argentinien und Israel vor, konnte sich aber auch vorstellen, das es noch eine dritte Option geben könnte. Makaber ist, das nach dem zweiten Weltkrieg gerade in Argentinien viele Holocaust-Mörder erfolgreich abgetaucht sind.

Herzl macht sich in seinem Buch sehr vernünftige Gedanken darüber, wie ein Land ohne böses Blut für ein “Juden-Staat” erworben werden könnte. Und zwar so, das zum einen, die Anrainerstaaten von dem neuen Staatsgebilde profitieren könnten und andererseits die Länder, aus den Juden massenhaft auswandre nicht in eine tiefe wirtschaftliche Krise geraten. Der “Juden-Staat” von Herzl ist keinesfalls so rassistisch gedacht, wie sich einige Juden in den Besetzten Gebieten aufführen. Er machte sich sogar Gedanken, wie die Ausbeutung von Gastarbeitern verhindert werden sollte.

Ich glaube die Grundidee in Herzls Buch ist gar nicht so schlecht. Wenn man die Juden in ihrem Anliegen unterstützt hätte, wäre der Holocaust wahrscheinlich zu verhindern gewesen. Die Gründung des Staates Israel hätte wesentlich weniger Konfliktpotenzial, wenn sie von der Völkergemeinschaft in die richtige Bahn gelenkt worden wäre. Es wäre ein leichtes gewesen den Juden ein Stücken Land in der Größe des heutigen Israels in den riesigen Weiten von Kanada oder der fast menschenleeren Gegen Richtung Feuerland zu geben. Die alternativlose Blockade seitens der der Völkergemeinschaft führte dann zu der wilden unkontrollierten Besiedelung und mündete in den Nahostkonflikt.

Ich hab so hin und her überlegt. Israel hat eine Fläche von gut 22.145 qkm. Je nach dem wie man rechnet. Wir hier in Deutschland haben aktuell das Problem, das die neuen Bundesländer, allen voran Mecklenburg-Vorpommern Stück für Stück ansiedelt werden. Es gibt keine Jobs mehr und alles was einen gesunden Kopf und Beine hat, wandert zum arbeiten in den Südwesten der Republik ab. Es ist eine Frage der Zeit, bis wir uns die Infrastruktur (Straßen, Schulen Behörden, Krankenhäuser, usw.) in Mecklenburg-Vorpommern für die paar Zurückgebliebenen einfach nicht mehr leisten können. Mecklenburg-Vorpommern hat 23.180,14 qkm. Das würde prima passe es den Juden zu überlassen. Die wenigen Deutschen die da noch wohnen, würden von den neuen Wirtschaftsaufschwung profitieren, und davon das die Infrastruktur aufrecht erhalten wird. Die Israelis können sich überlegen, ob Sie sich weiter die Kopfe mit den Arabern einschlagen wollen, oder relaxt die Beine in die Ostsee halten wollen.

Mir würde es natürlich auch eine diebische Freude bereiten, wenn die unbelehrbaren Faschos in Mecklenburg-Vorpommern plötzlich die Minderheit im eigenen Land währen. Geschichtlich gesehen wäre es auch - in meinen Augen - gerechte Wiedergutmachung für den Holocaust. Man könnte auch diskutieren, ob die Israelis tatsächlich einen autonomen Staat wollen, oder ob ihn der Status eines Bundesland in deiner föderalistischen Bundesrepublik reicht. Gut, aber ich glaube das bleibt alles Utopie.