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rgdf.de: "Darf man als Quäker 1 oder 2 MB große Dateien verschicken? "

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In einem Artikel der auf www.rgdf.de veröffentlicht wurde macht sich Thomas Heberlein aus Hameln Gedanken zum Thema E-Mail. Meine Vermutung ist das die etwas schrullig anmutende Überschrift "Darf man als Quäker 1 oder 2 MB große Dateien verschicken?“ von der Redaktion stammt und nicht vom Auto.

Der Autor stellte fest das bei den von dem GYM verschickten Protokollen recht groß sind für ihren mageren Inhalt und macht sich die folgenden Gedanken zu der Ursache:

"Diese große Datenmenge beruht in der Regel darauf, dass in die anhängenden Word-Dokumente Logos, Grafiken oder Bilder eingefügt worden sind. Die Datenmenge explodiert förmlich. Häufig hat das Logo im Briefkopf eine größere Datenmenge als der ganze Text. “

Jetzt werden einige vorschnell einwerfen: "1 oder 2 MB das ist doch nichts! Der ist nur einfach zu knauserig sich ein anständigen PC zu kaufen und ein DSL-Vertrag ab zu schissen!“. Aber ich denke das wird der Sache nicht gerecht. Denn er schreibt auch welche Auswirkungen er befürchtet:

"Auf Grund der großen Verbreitung von schnellen Internet-Anschlüssen und Flatrate-Tarifen machen sich viele Menschen nicht mehr bewusst, welcher Aufwand erforderlich ist, um die gegenwärtige globale Vernetzung in Betrieb zu halten und die ständig wachsenden Datenmengen zu bewältigen, zum einen der Energieverbrauch und zum anderen der Verbrauch von Rohstoffen für die immer neuen Generationen von PCs, Notebooks, iPhones usw. “

Ich muss sagen, ich gebe Thomas Heberlein Recht! So wie man nicht einfach sein Plastik-Müll in den Wald schmeißt, so sollte man auch nicht die Leitungen des www mit überflüssigen Daten-Müll verstopfen. Das Internet wird von eine 2M Mail nicht untergehen; genau so wenig wie der Wald nicht kaputt geht, wenn ich meine leere Cola-Flasche in Gebüsch werfe. Aber wer glaubt seine sinnlos verschickten Mails würden nichts kosten, irrt! Nur die Zeche zahlt die Gemeinschaft. Ich arbeite in der IT. Ich weiß das die Mails nicht einfach weg sind, wenn man auf “Abschicken” klickt. Genauso wenig, wie der Müll den man ins WC kippt nicht einfach weg sind, wenn man auf den Spül-Knopf drückt. Es kostet Energie und Geld den Müll beim Pumpwerk wieder raus zu fischen und das Wasser zu reinigen.

In der IT müssen ständig neue Rechner gekauft werden, die immer mehr Strom fressen, nur um den immer steigenden Datendurchsatz zu schaffen. Die Räume in denen die Rechner stehen sind bei einem mittleren Kunden von uns so groß wie eine Ein-Zimmer-Wohnung mit Bad und WC. Da drinnen läuft ununterbrochen eine Klimaanlage um die immense Hitze ab zu führen. Wenn die Klimaanlage für eine halbe Stunde abgeschaltet würde, würde es so heiß werden darin, das es selbst in Badehose unerträglich wäre!

Zu allem Überfluss bin ich mir auch noch ziemlich sicher, das 80% der Empfänger der E-Mails, diese noch nicht mal lesen! Das ganze Problem lies sich aber ziemlich einfach lösen! In dem das GYM die ganzen Protokolle online auf der Website zum Download bereit stellen würden. Und zwar in zwei Versionen: Mit und Ohne Graphiken. Dann würden nur die Daten über das Netz wandern, die wirklich gelesen werden! Wenn das GYM angst hat, die Welt könnte in den Protokollen irgend etwas ungehöriges finden, könnten sie einfach ein Passwort geschützten Bereich einrichten. Liebes GYM lass dir sagen: Thomas hat Recht! Auch wenn er die Materie im Detail noch nicht völlig durchdrungen hat und die Argumentation auf dem ersten Blick abwegig erscheint, in der Sache an sich hat er einfach Recht.

**P.S. ** Wenn man dann noch eine Volltextsuche über alle Protokolle seit 1925 hätte, wäres es einfach nur geil! Aber soviel Transparenz wäre der sichere Herztod einiger Mitglieder….

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